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Woran erkennt man einen guten Makler? Sieben konkrete Prüfpunkte

Woran erkennt man einen guten Makler? Sieben konkrete Prüfpunkte

Editör · 12. August 2026

Der Immobilienmarkt hat kein einheitliches Qualitätssiegel für Makler — Berufszulassung und tatsächliche Kompetenz sind zwei verschiedene Dinge. Wer einen Makler beauftragen möchte, muss deshalb selbst genauer hinschauen. Sieben Punkte helfen bei der Einschätzung.

Erstens die lokale Marktkenntnis: Ein guter Makler kennt den konkreten Stadtteil, aktuelle Vergleichsabschlüsse und die typische Käuferschaft vor Ort — nicht nur allgemeine Marktdaten aus überregionalen Portalen. Fragen Sie im Erstgespräch gezielt nach vergleichbaren Objekten, die kürzlich verkauft wurden.

Zweitens das Preisgespräch: Seriöse Makler nennen keine überzogene Wunschzahl, um den Auftrag zu gewinnen ("Herantasten" mit späteren Preissenkungen ist ein Warnsignal), sondern begründen ihre Einschätzung nachvollziehbar anhand von Vergleichsobjekten und Objektzustand. Ein realistischer, gut begründeter Rahmen ist glaubwürdiger als eine hohe Zahl ohne Erklärung.

Drittens die Transparenz bei der Provision: Höhe, Verteilung zwischen Käufer und Verkäufer sowie enthaltene Leistungen sollten vor Vertragsunterschrift klar und schriftlich (Textform) vorliegen — keine vagen Andeutungen. Viertens die Vertragsart: Ein guter Makler erklärt unaufgefordert den Unterschied zwischen einfachem Auftrag, einfachem und qualifiziertem Alleinauftrag (dazu unser eigener Beitrag) und drängt nicht automatisch zur exklusivsten Variante.

Fünftens die Qualität der Vermarktung: professionelle Fotos, ein aussagekräftiges Exposé mit vollständigen Pflichtangaben (inklusive Energieausweis-Kennwerten), eine durchdachte Vermarktungsstrategie statt reinem "Copy-Paste" auf Immobilienportale. Sechstens echte, überprüfbare Kundenbewertungen — idealerweise aus mehreren unabhängigen Quellen statt nur handverlesenen Referenzen auf der eigenen Website.

Siebtens die Reaktionsgeschwindigkeit und Erreichbarkeit im laufenden Verkaufsprozess: Wie schnell werden Anfragen von Interessenten beantwortet? Wie regelmäßig informiert der Makler über Rückmeldungen aus Besichtigungen? Genau diese Alltagsqualität entscheidet oft mehr über den Verkaufserfolg als das Erstgespräch.

Ein einfacher Praxistipp: Holen Sie mindestens zwei bis drei unverbindliche Ersteinschätzungen ein, bevor Sie sich festlegen. Der Vergleich der Herangehensweisen — nicht allein der genannten Provisionshöhe — zeigt meist deutlich, wer strukturiert und ehrlich arbeitet.

In unserem Verzeichnis finden Sie Immobilienmakler mit echten Kundenbewertungen, die genau diese Einschätzung erleichtern.

Häufige Fragen

Woran erkenne ich einen unseriösen Makler?

Warnsignale sind eine überzogene Wunschpreis-Nennung nur zur Auftragsgewinnung, intransparente Provisionsangaben, Druck zum qualifizierten Alleinauftrag ohne Erklärung und fehlende oder ausschließlich handverlesene Referenzen.

Sollte ich mehrere Makler vergleichen, bevor ich mich entscheide?

Ja, zwei bis drei unverbindliche Ersteinschätzungen sind üblich und sinnvoll. Der Vergleich der Herangehensweise und Marktkenntnis zeigt meist mehr als die reine Provisionshöhe.

Sind Kundenbewertungen ein verlässliches Kriterium?

Echte, unabhängig überprüfbare Bewertungen aus mehreren Quellen sind ein guter Anhaltspunkt. Vorsicht bei ausschließlich handverlesenen Referenzen auf der eigenen Makler-Website ohne externe Verifizierung.

Muss ein Makler eine bestimmte Qualifikation nachweisen?

Für die Maklertätigkeit ist in Deutschland eine Gewerbeerlaubnis nach §34c GewO erforderlich, ein spezifischer Ausbildungsnachweis ist gesetzlich nicht zwingend vorgeschrieben. Zusatzqualifikationen wie IHK-Sachkundeprüfung sind ein positives, aber kein alleiniges Qualitätskriterium.

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